Das Alpaka

Alpakas sind Schwielensohler und gehören zur Gruppe der kamelartigen Tiere. Sie haben ein Stockmaß von 80 - 100 cm und wiegen zwischen 60 und 80 kg. Ursprünglich stammen Alpakas aus den südamerikanischen Anden, hauptsächlich aus Peru, Chile und Bolivien. Sie sind äußerst anspruchlose Futterverwerter und kommen auch mit unserem Klima problemlos zurecht. Die Trächtigkeitsdauer beträgt im Durchschnitt 11,5 Monate, wobei fast ausschließlich nur ein Fohlen zur Welt gebracht wird. Die Pflege und Haltung von Alpakas ist relativ unproblematisch. Sie benötigen genügend Auslauf und dürfen, da es Herdentiere sind, nie Einzeln gehalten werden. Ein Weideunterstand und eine Zaunhöhe von ca. 1,50 m sind in der Regel ausreichend. Zusätzlich zum Gras auf der Weide benötigen Alpakas ganzjährig Heu von guter Qualität sowie etwas Kraftfutter (hauptsächlich für tragende und laktierende Stuten). Zur weiteren Pflege gehören die jährliche Schur, das Schneiden der Klauen und die regelmäßige Impfung und Entwurmung.

 

Unterschieden werden zwei Alpakatypen, das Huacaya und das Suri. Das Huacaya-Alpaka hat eine feine, gleichmäßig gekräuselte Faser und das Suri-Alpaka hingegen hat keine Kräuselung in der Faser. Das Surihaar bildet gelockte, gerade Strähnen, welche am Tier herabhängen. Dadurch wirken Suris oft schmaler als Huacayas.

 

 

      Links im Bild unser Huacayafohlen Pauline (geboren am 30. Mai 2017) und rechts im Bild unser Suriwallach Carlos.

Durch ihr freundliches, aber zurückhaltendes Wesen genießen Alpakas in jüngster Zeit vermehrt Beachtung als pädagogische und therapeutische Helfer.

 

Das Alpakafell ist etwas ganz Besonderes, denn es ist das einzige Haar, das innen hohl ist und dadurch einen Temperaturausgleich schaffen kann. Diese überragenden Eigenschaften machen das Alpakahaar zur idealen Faser für das ganze Jahr - Sommer wie Winter. Weltweit gibt es ca. 2 Millionen Tiere, die jährlich geschoren werden. Es gibt 22 Naturfarbtöne des Alpakafells zwischen weiß, braun und schwarz. Die Wolle, die bei einer Schur anfällt, reicht nur für ein bis zwei Pullover, so erklärt sich auch die hohe Exklusivität dieses Materials. Eine besonders zarte Wolle ist die sogenannte Baby Alpakawolle. Baby Alpakawolle wird nicht von Jungtieren gewonnen, sondern ist die Wolle der ersten Schur eines ausgewachsenen Tieres. Diese Fasern sind wesentlich feiner und weicher als die gewöhnlich bekannte Alpakawolle. Pflegetipp: Die Alpakafaser ist sehr elastisch und widerstandsfähig und besitzt hervorragende Thermoeigenschaften. Durch den niedrigen Lanolinanteil ist die Faser schmutz- und geruchsabweisend und die Textilien wirken wasserabweisend.